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MASTERING

„Wie man den Dynamikbereich zum Spaß gewinnbringend manipuliert“ (Bob Katz)

Equalizer verbaut im Rack des Tonstudios.

Mastering (auch Pre-Mastering genannt) ist ein Prozess der künstlerischen Audionachbearbeitung und der letzte Schritt der Musikproduktion vor der Tonträgererstellung.

Ziele des Masterings sind es, dem vorliegenden Tonmaterial eine bessere Qualität zu verleihen und die Wiedergabe-Kompatibilität auf möglichst vielen technischen Geräten und Medien zu ermöglichen. Es werden die einzelnen Frequenzbänder innerhalb eines Songs separat zu einem perfekten Zusammenspiel gebracht.

Eine professionelle Tonaufnahme soll bei der Wiedergabe auf einer kleinen Stereoanlage ebenso gut klingen, wie beispielsweise bei der Ausstrahlung im Radio oder der Wiedergabe über Kopfhörer. Dabei spielen sowohl ein ausgewogenes Stereobild, eine gute Mono-Kompatibilität als auch ein ausgeglichener Frequenzgang eine große Rolle.

Beim Mastering-Prozess werden diese Faktoren genauer beleuchtet und nötigenfalls korrigiert.

Technische Voraussetzungen:

Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sind folgende Bedingungen für eine Mastervorlage hilfreich:

  • Korrekte Songbezeichnung!
  • Datenformat: unkomprimiert (wave, aiff etc.) 16, 24 oder 32 bit
  • Sample Frequenz: 44.1, 88 oder 96 KHz
  • Digital Pegel: mindestens 4dB unter 0 dB
    (44.1 KHz mit 24 bit ist ein gebräuchliches Format)

Bitte keine Equalizer, Kompressoren, Limiter, Exiter, Enhancer oder Stereobasis Effekte in der Summe einsetzen.

Selbstverständlich werden auch Titel, bei denen diese Bedingungen nicht gegeben sind bearbeitet.

MS Mastering

Ähnlich wie man ein Stereosignal in ein rechtes und linkes Signal aufteilen kann, kann man es in ein Mitten- und ein Seitenkanalsignal aufteilen.

Der Mittenkanal wird aus der Summe von Links und Rechts gebildet. Der Seitenkanal wird aus der Differenz von Links und Rechts gebildet. Wenn man das Signal auf diese Weise aufteilt, ergeben sich andere Bearbeitungsmöglichkeiten: Das Mittensignal und das Seitensignal können getrennt bearbeitet (komprimiert, gefiltert) werden.

Diese spezielle Methode wird angewandt, wenn einzelne Instrumente im Stereo Panorama zu bearbeiten sind. Auch können die Stereo Basisbreite und die Phasenlage dadurch positiv beeinflusst werden. Diese Methode funktioniert nicht, wenn das Ursprungsmaterial beinahe mono ist. Dann ist das Seitensignal so leise, dass eine gesonderte Bearbeitung nicht sinnvoll ist.

Technische Voraussetzungen:
siehe Mastering

STEM Mastering

Stem-Mastering sollte mit dem üblichen Mixing nicht verwechselt werden.
Es wird in Fachkreisen auch "Separation Mastering" genannt und ist ein Masteringprozess, der über den normalen einspurigen Stereo-Mastering hinausgeht.

Hierbei werden einzelne Instrumentengruppen oder Stimmen separat bearbeitet und danach zusammengemischt. Durch getrennte Bearbeitung von Playback und Stimme hat der Toningenieur mehr Variabilität beim Mastering, denn er kann gezielter und effizienter eingreifen und somit ein besseres Ergebnis erzielen. In der Club-Musik kann es sinnvoll sein, die Rhythmusinstrumente oder die Bassdrum separat zu bearbeiten.

Eine  sinnvolle Gruppenaufteilung könnte zum Beispiel so aussehen:

  • Drums
  • Bass
  • Stimmen
  • Gitarren
  • sonstige Instrumente

Technische Voraussetzungen:
siehe Mastering